Mein Weg zum AWS Certified Solutions Architect – Associate
Seit einiger Zeit wollte ich meine Cloud-Kenntnisse auf ein neues Level bringen. Da ich beruflich viel mit Cloud-Infrastruktur arbeite, war für mich schnell klar: AWS ist ein Muss. Also entschied ich mich, die Prüfung zum AWS Certified Solutions Architect – Associate abzulegen. In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen teilen – von der Vorbereitung über die technischen Anforderungen bis hin zur eigentlichen Prüfung.
1. Lernen und Vorbereitung
Bevor ich überhaupt mit dem Lernen angefangen habe, wollte ich verstehen, was mich erwartet. Die Prüfung zum Solutions Architect – Associate prüft ein breites Spektrum an Themen: Architekturprinzipien, Hochverfügbarkeit, Sicherheit, Kostenoptimierung und viele Services wie EC2, S3, RDS, Lambda oder VPC.
Ich habe meine Vorbereitung in drei Phasen eingeteilt:
Phase 1: Grundlagen auffrischen
Ich startete mit dem kostenlosen AWS Skill Builder, wo es einen offiziellen Kurs namens „Exam Prep: AWS Certified Solutions Architect – Associate“ gibt. Dort bekommt man ein gutes Gefühl für den Aufbau und die Tiefe der Fragen. Zusätzlich habe ich zwei thematisch passende Kurse auf Udemy gekauft, um mein Wissen weiter zu vertiefen – sie boten viele praktische Beispiele und Erklärungen, die mir beim Verständnis komplexerer Themen sehr geholfen haben.
Phase 2: Intensivtraining
Anschließend nutzte ich Udemy-Kurse von Dozenten wie Stéphane Maarek und Tutorials Dojo. Besonders hilfreich fand ich die vielen praxisnahen Labs – zum Beispiel das Aufsetzen einer VPC oder einer Auto-Scaling-Gruppe. Diese Übungen halfen mir enorm, die Konzepte wirklich zu verstehen.
Phase 3: Prüfungssimulationen
In den letzten zwei Wochen vor dem Examen konzentrierte ich mich auf Übungsprüfungen. Die Fragen auf Plattformen wie Whizlabs oder Tutorials Dojo waren oft sehr ähnlich wie die echten – manchmal fast identisch in der Art, wie sie gestellt werden.
Ich versuchte, nicht nur die richtige Antwort zu kennen, sondern auch zu verstehen, warum die anderen Antworten falsch waren – das ist entscheidend!
2. Anforderungen an Ausrüstung und Raum
Ich entschied mich, die Prüfung online von zu Hause aus abzulegen – bequem, aber mit klaren Regeln.
Technische Anforderungen:
- Ein zuverlässiger Laptop oder PC
- Eine stabile Internetverbindung (LAN bevorzugt)
- Eine funktionierende Webcam und ein Mikrofon
Vor der Prüfung prüft ein Tool von Pearson VUE automatisch, ob Kamera, Ton und Netzwerk in Ordnung sind.
Raumvorbereitung:
Der Raum muss sauber und ruhig sein – keine Bücher, keine Notizen, keine zweite Person im Zimmer. Ich musste sogar meine Wände kurz zeigen, indem ich die Kamera herumschwenkte. Mein Schreibtisch war komplett leer, und ich legte mein Smartphone weit weg. Das mag etwas streng wirken, aber es sorgt für Fairness.
3. Registrierung und Identitätsprüfung
Die Registrierung läuft über das AWS Certification Portal. Man kann dort wählen, ob man die Prüfung online oder in einem Testzentrum ablegen möchte.
Nach der Anmeldung erhält man eine E-Mail mit allen Schritten. Am Tag der Prüfung klickte ich einfach auf „Start Exam“. Danach öffnete sich ein Chatfenster mit dem Prüfer (Proctor).
Der Prüfer kontrollierte meine Identität per Ausweis, ließ mich mit der Webcam den ganzen Raum zeigen und prüfte, dass keine unerlaubten Gegenstände in der Nähe sind. Nach ein paar Minuten war alles bereit – und die Prüfung konnte beginnen.
4. Der Prüfungsablauf
Die Prüfung dauert 130 Minuten und besteht aus etwa 65 Multiple-Choice-Fragen. Manche Fragen sind kurz und direkt, andere ziemlich lang und beschreiben komplexe Architekturszenarien.
Ich habe mir angewöhnt, zunächst alle Fragen zu beantworten, bei denen ich mir sicher war, und die restlichen zu markieren. Am Ende blieb mir noch genug Zeit, um etwa 10 schwierige Fragen in Ruhe zu überdenken.
Ein kleiner Tipp:
Lies die Fragen wirklich aufmerksam – manchmal ändert ein einziges Wort („cost-effective“, „highly available“ oder „fault tolerant“) die gesamte Bedeutung.
Nachdem ich die letzte Frage abgegeben hatte, zeigte das System sofort: „Your result will be available in 5 Tages.“
Dann kam die E-Mail: „Congratulations! You passed the exam!“
Das war ein großartiges Gefühl!
5. Nützliche Ressourcen und Tipps
Wenn du den AWS Certified Solutions Architect – Associate bestehen möchtest, helfen dir folgende Ressourcen:
- AWS Skill Builder: Offizielle, kostenlose Lernplattform
- AWS Whitepapers: Besonders „Well-Architected Framework“ und „Security Best Practices“
- Udemy: Kurse von Stéphane Maarek oder Neal Davis
- Tutorials Dojo / Jon Bonso Practice Exams: Realistische Übungsfragen
- AWS Free Tier: Zum Ausprobieren von Services ohne Kosten
Fazit
Der Weg zum AWS Certified Solutions Architect – Associate war für mich nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine persönliche Reise. Ich habe viel über moderne Cloud-Architektur gelernt und verstanden, wie wichtig gutes Design in AWS ist.
Wenn du also überlegst, diesen Schritt zu gehen: Mach es!Mit Geduld, Neugier und einer guten Vorbereitung kannst du es schaffen. Und das Zertifikat öffnet dir viele Türen in der IT-Welt.
Viel Erfolg und viel Spaß auf deinem eigenen AWS-Abenteuer!