Website-Überwachung mit GitHub: So richtest du kostenloses Uptime-Monitoring mit Upptime ein
Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als morgens aufzuwachen und die Nachricht zu lesen, dass deine Website offline ist – außer vielleicht gar nicht zu wissen, dass sie überhaupt offline ist.
Egal ob persönliche Homepage, Kundenprojekt oder SaaS-Anwendung: Ein Uptime-Monitor ist unverzichtbar. Denn Websites können aus den seltsamsten Gründen ausfallen – und du willst nicht von einem verärgerten Kunden darauf aufmerksam gemacht werden.
Warum ein Uptime-Monitor Pflicht ist
Uptime-Monitore benachrichtigen dich, sobald deine Website nicht erreichbar ist. Die meisten Lösungen fallen dabei in zwei Kategorien:
- Gehostete Dienste wie UptimeRobot, Hyperping oder OhDear, die regelmäßig deine Website überprüfen.
- Self-Hosted Open-Source-Tools wie Uptime Kuma oder OpenStatus, die du selbst betreibst.
Selbstgehostete Lösungen haben allerdings einen großen Nachteil: Wenn dein gesamter Server ausfällt, ist auch der Monitor betroffen. Daher müsstest du diesen auf einem komplett separaten Server oder Anbieter hosten – das ist aufwendig und fehleranfällig.
Die Lösung: Upptime
Hier kommt Upptime ins Spiel – eine komplett kostenlose und Open-Source-basierte Monitoring-Lösung, die du direkt mit deinem GitHub-Konto betreiben kannst. Keine externen Server, keine Kosten. Upptime nutzt drei zentrale Funktionen von GitHub:
- GitHub Actions
- GitHub Issues
- GitHub Pages
1. GitHub Actions für Monitoring
GitHub Actions ermöglichen automatisierte Abläufe – z. B. Tests, Deployments oder eben das regelmäßige Prüfen, ob deine Website erreichbar ist. Upptime konfiguriert diese Prüfungen über einfache YAML-Dateien im Verzeichnis .github/workflows.
Über GitHubs eigene Zeitplanung kannst du Checks beispielsweise alle 5 Minuten automatisiert ausführen lassen.
2. Benachrichtigung über GitHub Issues
Fällt deine Website aus, erstellt Upptime automatisch ein GitHub-Issue – eine Art Zwischenfallbericht. Diese Funktion kann erweitert werden, etwa mit Benachrichtigungen via Slack, Telegram, Discord, E-Mail oder sogar SMS.
Sobald die Website wieder erreichbar ist, schließt Upptime das Issue automatisch.
3. GitHub Pages als Statusseite
Eine weitere Stärke: Upptime erstellt eine öffentliche Statusseite via GitHub Pages.
Diese zeigt in Echtzeit die Erreichbarkeit deiner Website, inklusive Ladezeiten und Verlaufsdiagrammen. Kommentare zu Incidents werden automatisch übernommen – perfekt für transparente Kommunikation mit deinen Nutzern.
Einrichtung von Upptime
Die Einrichtung ist einfach:
- Forke das offizielle Upptime-Repository als Vorlage.
- Erstelle ein neues öffentliches Repository auf Basis dieser Vorlage.
- Generiere ein GitHub Access Token mit den nötigen Berechtigungen (Actions, Issues, Contents, Workflows).
- Hinterlege dieses Token in den Repository-Settings unter Secrets als
GH_PAT. - Konfiguriere deine
.upptimerc.ymlmit deinem GitHub-Namen, Repo-Namen und den zu überwachenden URLs. - Commits triggern automatisch die Checks und die Statusseiten werden erstellt.
Fazit
Upptime ist eine elegante Lösung für Entwickler:innen, Freelancer und Agenturen, die ein kostenloses, zuverlässiges und transparentes Monitoring wünschen – ganz ohne externe Server.
Mit Upptime erhältst du:
- Regelmäßige Checks deiner Website
- Automatische Incident-Reports
- Öffentliche Statusseiten mit Verlauf und Ladezeiten
Alles, was du brauchst, ist ein GitHub-Konto.
Du möchtest wissen, wie lange die Einrichtung dauert?
Im Video wurden Setup und Videoerstellung mit dem Open-Source-Zeittracker Solidtime erfasst – ebenfalls eine spannende GitHub-basierte Lösung.
Links zu Upptime, Dokumentationen und weiteren Tools findest du in der Beschreibung des Videos.
Und wer weiß – vielleicht ist Upptime auch genau die Lösung für dein nächstes Projekt.